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Wärmedämmung – Die 5 häufigsten Vorurteile

Vorurteile Wärmedämmung

Die Medien berichten immer wieder über angebliche Gefahren und Kostenfallen, die Sie bei einer Wärmedämmung erwarten könnten. Hier folgt der Realitätscheck zu diesen verbreiteten Vorurteilen:

1. Schimmelgefahr!
Realität: Richtige Wärmedämmung kann Schimmel verhindern.

Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit, die sich an kalten Wandoberflächen niederschlägt. Und zwar umso mehr, je kälter die Luft und die Wandtemperatur ist, denn warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit durch Kochen, Wäschetrocknen oder Waschen aufnehmen als kühle. Die besten Wachstumsbedingungen finden Schimmelpilze an Raumkanten und -ecken von ungedämmten Außenwänden. Durch die Dämmung von Außenwänden kann die Schimmelbildung vermieden werden, da die Wände dadurch eine höhere Temperatur haben und Feuchtigkeit weniger gut kondensieren kann. Eine Außenwanddämmung ist umso wichtiger, wenn Sie auch neue Fenster eingebaut oder Ihr Dach renoviert haben. Denn durch die bessere Abdichtung zirkuliert die Luft nicht mehr so gut und die Luftfeuchte nimmt zu. Gedämmte Zimmerwände verringern dann das Schimmelbildungsrisiko enorm. Natürlich ist es sehr wichtig, dass im Sommer wie im Winter regelmäßig richtig gelüftet und eine angemessene Heiztemperatur eingestellt wird.

2. Atemnot für Wände!
Realität: Es gibt keine atmenden Wände.

Egal ob Ihre Wand gedämmt ist oder nicht – sie ist keinesfalls luftdurchlässig. Nur durch Türen, Fenster oder eine Lüftungsanlage und winzige, undichte Stellen in der Gebäudehülle kann Luft ausgetauscht werden. Unter „atmenden Wänden“ versteht man also nicht den Luft, sondern bestenfalls den Feuchtetransport durch die Wand. Diese bauphysikalische Wasserdampf-Diffusion hängt stark vom verwendeten Material und von der Wandoberfläche ab und ist bei der Verringerung von Raumfeuchtigkeit fast bedeutungslos.

3. Algen breiten sich aus!
Realität: Algen können gut bekämpft werden.

Richtig ist, dass Regen- und Tauwasser an gedämmten Wänden langsamer trocknet, da diese ja nicht von der Innenseite gewärmt werden. Neben einer Ausrichtung des Gebäudes nach Norden oder Westen und Waldnähe trägt auch Feuchtigkeit zum Algenwachstum bei. Gute Gegenmaßnahmen sind ausreichende Dachüberstände und Tropfkanten an Fensterbänken, die die Fassade vor Regen schützen und so den Befall verhindern.
Die Fassadenoberfläche kann auch dazu beitragen, Algenbewuchs zu verhindern. Mineralische dickschichtige Putze und eher dunkle Anstriche speichern die Sonnenwärme und vermindern so die Taubildung. Außerdem sind sie auch in der Lage, Wasser aufzunehmen und nach und nach wieder abzugeben, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit auf der Wandoberfläche stehen bleibt.

4. Lohnt sich nicht!
Realität: Wärmedämmung zahlt sich langfristig immer aus.

Gerade bei Häusern mit hohen Energieverlusten zahlt sich eine Wärmedämmung verhältnismäßig schnell aus, da die eingesparten Heizkosten die Investitionssumme schnell ausgleichen. Im Einzelnen hängt die Dauer der Amortisation natürlich nicht nur vom Gebäudezustand, sondern auch von der Sanierungsmaßnahme ab. Oft holt die Dämmung von kühlen Geschossdecken zum Dachboden oder Keller schon nach wenigen Jahren ihre Investitionskosten wieder herein. Unter 10 Jahre dauert es, bis sich eine Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk und unter 20 Jahren bis sich ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bezahlt macht. Bitte bedenken Sie, dass Sie bei steigenden Energiepreisen und der üblicherweise langen Bewohndauer von Gebäuden auf lange Sicht immer mehr Kosten einsparen. Auch beim Verkauf kann eine Wärmedämmung zur Wertsteigerung beitragen. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klatsche, wenn Sie eine Wärmedämmung dann angehen, wenn Sie sowieso Instandhaltungsmaßnahmen an Ihrem Haus durchführen möchten, da Sie z.B. das Gerüst dann nur einmal zahlen müssen.

5. Erhöhte Brandgefahr!
Realität: Bei geeigneten und ordnungsgemäß verarbeiteten Materialien erhöht sich das Brandrisiko nicht.

Der Großteil aller Wohnbrände entwickelt sich durch defekte Elektrogeräte oder Kerzen und Zigaretten und breitet sich über Einrichtungsgegenstände und durch Brandüberschlag über Fenster nach oben aus. Die Dämmung von Außenwänden spielt dabei keine Rolle, zumal die größte Gefahr für Bewohner in der Rauchentwicklung liegt.

Dämmmaterialien sind zulassungspflichtig, so ist Polystyrol schwer und Mineralwolle sogar überhaupt nicht entflammbar. Wenn Dämmmaterial bei Bränden beteiligt war – in nur wenigen Fällen überhaupt – dann nur indem Feuer von außen, z.B. durch einen brennenden Mülleimer, auf das Haus übertragen worden war.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Wärmedämmung haben, wenden Sie sich gerne an Ihren Klussenier-Handwerkspartner. Er berät sich gerne kompetent und umfassend und erstellt Ihnen bei Bedarf ein unverbindliches Angebot.

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