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Anfahrtskosten im Handwerk, Transparenz bei Klussenier

Anfahrtskosten

Handwerker dürfen ihren Kunden ihre Anfahrtskosten in Rechnung stellen, jedoch nur noch mit Vorwarnung. Welche Rechte und Pflichten Sie als Kunde und Handwerker haben, lesen Sie hier.

Noch vor gar nicht langer Zeit hatten Handwerker bei Streitereien um die Anfahrtskosten vor Gericht die besseren Karten. Sie konnten ihre Anfahrtskosten durchsetzen, auch wenn sie diese vorher nicht dem Privatkunden kenntlich gemacht hatten – bei Geschäftskunden war dies schon lange verpflichtend. Seit März 2014 wurde jedoch in Paragraph 312a BGB eine neue Regelung eingeführt, die die Rechte der Kunden stärkt. Jetzt sind Unternehmen dazu verpflichtet vor oder spätestens bei Vertragsabschluss die Höhe der Anfahrts- und Lieferkosten mitzuteilen. Wird das unterlassen, besteht kein Anspruch mehr auf die Bezahlung dieser Kosten.

Handwerker sollten sich entscheiden wie sie die Kosten, die ihnen ja tatsächlich entstehen und auf die sie nicht verzichten sollten, abrechnen wollen. Die Kosten setzen sich aus den Lohnkosten der Mitarbeiter und den Fahrzeugkosten, also den Kosten für Verbrauch und anteilig auch für den Unterhalt und die Anschaffung des Fahrzeugs, zusammen. Grundsätzlich können Handwerker diese Beträge pauschal oder genau abrechnen. Empfehlenswert sind gestaffelte Pauschalen, die z.B. nach 5, 20 und 40 Kilometern mit den jeweils durchschnittlichen Fahrtzeiten und Kosten abgerechnet werden.

Um ihrer Informationspflicht gerecht zu werden, müssen Handwerksbetriebe die Anfahrtskosten im Angebot und im Vertrag angeben und zwar bevor sie mit den Arbeiten loslegen. Je nach Abrechnungsart müssen hier entweder detaillierte Angaben zu den zu erwartenden Kosten oder über die Entfernungspauschale und die Anzahl der eingeplanten Termine gemacht werden. Falls die Anzahl der erforderlichen Termine noch nicht genau abgeschätzt werden kann, muss die höchstmögliche Anzahl angegeben werden, damit sich Kunden die maximalen Kosten ausrechnen können.

Wenn ein Kunde Zusatzwünsche hat, dann können Handwerker auch zusätzliche Anfahrtskosten geltend machen, müssen sie jedoch sofort in einem Nachtrag kenntlich machen. Auch wenn sich die erforderlichen Arbeiten um mehr als 15% gegenüber dem Angebot erhöhen, müssen Kunden schriftlich über die Mehrkosten, inklusive der Anfahrtskosten, informiert werden und zustimmen, bevor die Arbeiten weitergehen können.

Die vorherige Kenntlichmachung aller Kosten kann bei Notfällen und anderen kurzfristigen Aufträgen schwierig sein. Am besten klären Handwerksbetriebe Kunden schon am Telefon über die Kosten auf, die auf sie zukommen und lassen sich vor Ort den Auftrag schriftlich bestätigen – und zwar mit den Fahrtkosten und dem Verzicht auf das Widerrufsrecht.

Wenn Handwerker mehrere Kunden nacheinander anfahren, ist es schwierig schon im Voraus die genauen Fahrtkosten zu berechnen. Sinnvoll ist es, erst einmal die Strecke von Betrieb bis zur Wohnung zu kalkulieren und dann gegebenenfalls weniger Kosten zu berechnen, wenn die Strecke vom vorherigen Kunden bis zu Wohnung kürzer war als die ursprünglich geplante Strecke.

Ihr Klussenier Handwerkspartner steht für absolute Transparenz und informiert Sie als Kunden in einem unverbindlichen Angebot über alle anfallenden Kosten, natürlich auch die Anfahrtskosten.

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